
Mit neugierigen Blicken, reflektierenden Westen und Messgerät in der Hand verwandelten sich die Schüler:innen der Volksschule St. Radegund bei Graz am heutigen Tag in kleine Verkehrspolizist:innen. Im Rahmen der vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ins Leben gerufenen Aktion „Apfel-Zitrone“ gingen sie auf die Straße, um Autofahrerinnen und Autofahrer auf spielerische Weise an die Einhaltung der Tempolimits zu erinnern.
Unterstützt wurden die Kinder von ihrer Lehrerin Fr. Laura Hasler, der örtlichen Polizei – und als besonderes Highlight vom Bürgermeister, der sich auch Zeit nahm, um die Aktion zu eröffnen, die jungen Helfer:innen zu motivieren und gemeinsam ein Zeichen für mehr Sicherheit vor der Schule zu setzen.

Mit einem Lasermessgerät ermittelten die Kinder die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos. Wer sich an die vorgeschriebenen Limits hielt, bekam zur Belohnung einen Apfel und ein freundliches Dankeschön. Wer zu schnell unterwegs war, erhielt eine Zitrone – und ein kurzes Gespräch über die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit. Insgesamt wurden rund 20 Fahrzeuge kontrolliert. Das Ergebnis war leider ernüchternd: Etwa die Hälfte der Autofahrer:innen überschritt die zulässige Geschwindigkeit vor der Volksschule.
„Diese Aktion zeigt deutlich,
wie wichtig Rücksicht und angepasste Fahrweise im Bereich von Schulen sind“, betonte der Bürgermeister. „Wenn Kinder selbst messen und appellieren, wirkt das viel eindringlicher als jedes Plakat.“
Die Aktion hinterließ nicht nur bei den Autofahrer*innen Eindruck, sondern auch bei den Kindern. Sie lernten aus nächster Nähe, wie wichtig sichere Straßen sind, und konnten unmittelbar erleben, dass ihr Engagement etwas bewirkt. So wurde aus einem Schultag ein spannendes Erlebnis, das bei allen Beteiligten sicher noch lange nachwirkt.










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