Die Gemeinden Stattegg, Kumberg, St. Radegund bei Graz, Weinitzen und Eggersdorf bei Graz liegen in einem Gebiet mit mehreren kleineren und mittleren Gewässern sowie ausgeprägten Hanglagen. In Kombination mit Starkniederschlägen kann es dadurch lokal zu erhöhten Abflüssen und Überflutungen kommen.

Hochwasserrisikozonierung Stattegg bis Weinitzen (Quelle: https://hora.gv.at/)
Die Hochwasserrisikozonierung gemäß HORA 3.0 bildet diese Situation für ganz Österreich einheitlich ab und weist Flächen aus, die bei unterschiedlichen Hochwasserereignissen potenziell betroffen sein können. Die Zonierung unterscheidet dabei zwischen Bereichen mit höherer, mittlerer und niedriger Überflutungswahrscheinlichkeit.
Auch wenn Hochwasserschutzmaßnahmen und bestehende Infrastrukturen das Risiko deutlich reduzieren, können sie außergewöhnliche Ereignisse nicht vollständig ausschließen. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass Überflutungen nicht ausschließlich in unmittelbarer Gewässernähe auftreten, sondern auch durch Oberflächenabfluss, Rückstau oder lokale Zubringer verursacht werden können.
Vor diesem Hintergrund stellt die Eigenvorsorge auf Haushaltsebene eine sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Hochwasserschutz dar. Sie dient dazu, mögliche Schäden zu begrenzen und im Ereignisfall handlungsfähig zu bleiben.
Eigenvorsorgemaßnahmen können unter anderem folgende Aspekte betreffen:
• bauliche und technische Vorkehrungen am Gebäude
• Schutz von Kellerräumen und haustechnischen Anlagen
• organisatorische Vorbereitung (z. B. Notfallkontakte, Dokumentensicherung)
• Überprüfung des Versicherungsschutzes
Die Hochwasserrisikozonierung liefert dafür eine wichtige Orientierungshilfe. Sie unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei, die eigene Situation besser einzuschätzen und angemessene Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Eigenvorsorge ist damit ein wesentlicher Bestandteil einer vorausschauenden Klimawandelanpassung und trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der gesamten Region zu stärken.










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